Alternative Süßungsmittel im Vergleich

Vergleich von SüßmittelnAlternative Süßungsmittel erobern mehr und mehr den Markt. Sehr zum Leidwesen der Zuckerindustrie, sehr zur Freude der kassenzahnärztlichen Vereinigung und Ernährungsberater. Denn Alternativstoffe sind meistens zahnfreundlicher und nicht so kalorienhaltig, was besonders in einer Gesellschaft, in der 60% der Bevölkerung übergewichtig sind, auf lange Sicht einen positiven Effekt haben kann.

Mit dem Zucker ist es allerdings wie mit vielen anderen Lebensmitteln: Alles ist giftig und nichts ist giftig. Allein die Menge macht das Gift. Auch alternative Süßungsmittel sind nicht uneingeschränkt gesund, sondern haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der beliebtesten natürlichen Zuckerersatzstoffe

Traubenzucker

TraubenzuckerTraubenzucker wird durch die Spaltung von Stärke hergestellt. Er ist Grundlage für die Herstellung von Mehrfachzucker.

Vorteil:

  • hohe Löslichkeit,
  • farb- und geruchlos
  • schneller Energieschub bei der Einnahme, da Traubenzucker ein guter Energieträger ist

Nachteil:

  • eine Aufrechterhaltung der hohen Leistungsanforderungen ist nicht möglich

Obstsirup

ObstsirupObstsirup wird durch Kochen hergestellt. Der Saft einer Frucht wird mehrmals gekocht, so wird ein Verdicken der Flüssigkeit und eine höhere Konzentration des Zuckergehaltes erreicht.

Vorteil:

  • Sirup ist sehr lange haltbar und eine hervorragende Grundlage für Getränke

Nachteil:

  • lange Herstellungszeit
  • viele Früchte sind notwendig
  • man muss in eine Maschine investieren

Stevia

Stevia ZuckerStevia wird aus der Pflanze “Honigkraut” gewonnen. Als alternatives Süßungsmittel erweitert sich das Einflussgebiet dieser verarbeiteten Blättchen seit der Zulassung in Deutschland zusehends.

Vorteil:

  • etwa dreißigmal stärkere Süßkraft als Zucker
  • kann sehr sparsam eingesetzt werden
  • spart einiges an Geld

Nachteil:

  • hat einen etwas bitteren Nachgeschmack, der lange anhalten kann

Agavensirup

AgavensirupAgavensirup besteht aus Fruktose und Glukose

Vorteil:

  • süßer als Honig
  • nicht so zähflüssig wie Honig

Nachteil:

  • durch den hohen Fruktoseanteil kann eine Fruktoseintoleranz ausgelöst werden
  • kann ein Risikofaktor für Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Blutfettwerte oder Insulinresistenz sein

Honig

HonigHonig ist ein Naturprodukt in sehr vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Er wird von Honigbienen aus dem Blütennektar gewonnen.

Vorteil:

  • antibakterielle Wirkung und leistet als altes Hausmittel gute Dienste

Nachteil:

  • da die Sporen einiger Bakterienstämme die Umwandlung von Nektar in Honig überleben, kann Honig für Säuglinge ein Risiko sein, da Infektionen auftreten können
  • der Mensch hat nicht immer Einfluss auf das Gebiet, in dem die Bienen den Nektar einsammeln, so dass auch der Nektar von giftigen Pflanzen seinen Weg in den Honig finden kann